Tex Rubinowitz und Hermann Bräuer lesen vor und zeigen alte Fotos rum

Die Älteren unter Ihnen werden sich noch erinnern, an KAFFEE.SATZ.LESEN jene Lesereihe die im vergangenen Jahr nach sechs wunderbaren Jahren eingestellt wurde. In der kommenden Woche, am Samstag, den 20.02.2010 gehen Abends noch einmal die Lichter in der Baderanstalt an, dem legendären Spielort der Reihe. Und das hat einen guten Grund, alte Freunde sind in der Stadt und haben neue Bücher dabei:

Erstmals stehen sie gemeinsam in Hamburg auf einer Bühne: der in Wien lebende Cartoonist und Satiriker (Titanic, Falter, F.A.Z), Autor und Reisejournalist Tex Rubinowitz und sein Lesebühnenpartner Hermann Bräuer. Bräuer ist Comedyautor, schreibt u.a. für Paul Panzer, Tramitz and Friends und Barbara Schöneberger.

Hermann Bräuers erheiternd-erhellender Debüt-Roman Haarweg zur Hölle-Ein hart gerockter Heimatroman (Ullstein Verlag, 2009) spielt in der Münchner Hair-Metal-Szene der achtziger Jahre: grell geschminkte Jungmänner mit Haarmatten, hautengen Spandexhosen und Stromgitarren suchen das Glück im Glam Rock- ein coming-of-age-Roman, der Rocko Schamonis „Dorfpunks“ wie einen Haufen angepasster Schlafmützen wirken lässt.

„Zuerst auf der Bühne gnadenlos abräumen und anschließend backstage die Girls mit unserem Look killen. Eine Hair-Metal Band. Die sicherste Fahrkarte ins Frauenland!“
(Klappentext)

Wer den klugen Humor von Tex Rubinowitz’ Zeichnungen mag, der hat auch bei seinem Roman Ramses Müller (Eichborn Verlag, 2009) viel zu lachen. Atemlos und in rasantem Tempo stolpert der Leser durch eine lange Nacht und einen unappetitlich verkaterten Tag in Berlin Mitte, inklusive Promi-Alarm und Popkultur satt. Mit Der Bremsenflüsterer (Falter Verlag, 2009) liegen endlich Rubinowitz’ gesammelte Reisereportagen vor: er begleitet die österreichische Fußballnationalmannschaft auf die Färöer, läuft im Fliegenkostüm den Bordeaux-Marathon, spielt in Tokyo „Doo Wop“-Singles auf einem Reiseplattenspieler in einem Fahrstuhl und sucht einen Zwillingsbruder in Indien.

„Rubinowitz gehört nicht zu jenen, die Städte und Kontinente wechseln, nur um dort dann das Gleiche zu machen wie in Wien. Er macht alles mit, sogar die größten Irrtümer und den unglaublichsten Unfug, weswegen er auch prinzipiell isst, was auf den Tisch kommt.“
(Falter Verlag)

Tex Rubinowitz und Hermann Bräuer
lesen vor und zeigen alte Fotos rum

Baderanstalt
Hammer Steindamm 62, neben S-Bahnhof Hasselbrook
im Hinterhof, 5. Stock.
Samstag, 20. Februar 2010
20:00 Uhr,
Einlass 19:30 Uhr / Beginn 20:00 Uhr
Eintritt: 10 Euro

KAFFEE.SATZ.LESEN verabschiedet sich - die redereihamburg bleibt

Wertes Publikum, liebe Gäste,

KAFFEE.SATZ.LESEN verabschiedet sich, Hamburgs Sonntagssalon für neue Literatur wird nach sechs Jahren eingestellt. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, Lebensumstände und Schwerpunkte ändern sich aber, und es fehlt uns mittlerweile schlicht die Zeit, KAFFEE.SATZ.LESEN weiterhin in gewohnter Qualität und Regelmäßigkeit zu organisieren.

Wir danken Ihnen für Ihre Treue, Ihre Begeisterung und Ihre Unterstützung! Wir danken unseren Gästen, den zahlreichen Autorinnen und Autoren, Musikern und Bands für die vielen spannenden und bereichernden Sonntagnachmittage, für die Gespräche und Ideen.

Der redereihamburg e.V. selbst bleibt bestehen und es wird auch in Zukunft wieder Lesungen der redereihamburg geben. Abonnenten unserer Rundmail und LeserInnen dieses Blogs werden immer gut und als Erste informiert sein.

In Hamburg sagt man Tschüss, wir sagen hoffnungsfroh: auf Wiedersehen!
Mit herzlichen Grüßen,

Isabel Bogdan, Sven Heine und Stevan Paul

Rederist Stevan Paul veröffentlicht Debüt “Monsieur, der Hummer und ich-Erzählungen vom Kochen”

Mit “Monsieur, der Hummer und ich-Erzählungen vom Kochen” legt redereihamburg-Gründungsmitglied und Kaffee.Satz.Lesen-Mitveranstalter Stevan Paul sein Debüt vor.

Stevan Paul - “Monsieur, der Hummer und ich” Erzählungen vom Kochen

Wie fühlt es sich eigentlich an, für Deutschlands prominentesten Restaurantkritiker zu kochen und dabei grandios zu scheitern? Erzählt Paul Bocuse gute Witze? Wie schmeckt eigentlich Kartoffelsalat aus der Friteuse? Und warum können die Deutschen nicht grillen? Von verzweifelten Köchen, unberechenbaren Lebensmitteln, Kellnern mit Schwimmflügeln, einem Pralinen fressenden Hund, dem Fischmenschen, Elvis Presley, den sinnlichen Freuden der Sprossenzucht und dem Siegeszug der gesamtdeutschen Bratwurstpalme erzählt dieses Buch, komisch, unterhaltsam und anregend. Und weil die Lektüre auch Appetit macht, sind allen Erzählungen Rezepte angefügt.

“Stevan Paul gelingt es, für das Wunderwerk Restaurantküche ein atemberaubendes Erzähltempo und eine mitreißende Sprache zu finden. Seine Erzählungen vom Kochen haben genau das, was auch große Küchen-Kunst ausmacht: Inspiration, Leidenschaft und Präzision”
(Dr. Holger Hettinger, Deutschlandradio Kultur)

“Ich habe noch nie etwas von Stevan Paul Zubereitetes gegessen, aber wenn er so kocht wie er schreibt, würde man sich vermutlich in die Speise legen wollen wie in ein frisch bezogenes Bett” (Tex Rubinowitz)

“Nach und nach wächst mit der Lektüre der Enthusiasmus für gutes Essen…ein echter Genuss” (Szene Hamburg Essen+Trinken)


Foto von Stefan Malzkorn

Stevan Paul wurde 1969 geboren und lebt in Hamburg. Der gelernte Koch arbeitete von 1988 bis 1995 in führenden Häusern der deutschen Gastronomie und ist heute als Foodstylist und Autor für Zeitschriften, Werbeagenturen und Verlage tätig. Von 2004 bis 2006 stand er als Fernsehkoch für das RTL Mittagsmagazin Punkt 12 vor der Kamera. Er ist Gründer und Mitveranstalter von Hamburgs Sonntagssalon für neue Literatur Kaffee.Satz.Lesen, sowie Mitherausgeber zweier Anthologien zur Lesereihe. Unter dem Pseudonym Herr Paulsen betreibt Stevan Paul seit 2008 das Foodblog NutriCulinary.

NutriCulinary.com

Stevan Paul
Monsieur, der Hummer und ich-Erzählungen vom Kochen
Mit Rezepten und Fotos zu den Texten
Hardcover in Neuleinen, 176 Seiten, 18,90 €
ISBN 978-3-938539-12-5 mairisch Verlag, Hamburg, September 2009
Jetzt im Buchhandel erhältlich, oder direkt online bestellen (in Deutschland versandkostenfrei) beim mairisch Verlag selbst unter:

mairisch.de/bestellungen

Der Verlag hat eine informative Seite zum Buch online gestellt

mairisch Verlag: Monsieur, der Hummer und ich

redereihamburg Autor Stevan Paul zu Gast bei der altonale

very norway

Die norwegischen Autoren Mirjam Kristensen und Matias Faldbakken verbünden sich mit dem Hamburger Autor Stevan Paul. Matias Faldbakken stellt seinen neuen Roman „Unfun“ vor, der aus der Sicht der afrikanisch-skandinavischen Anarchistin Lucy familiale Endzeitstimmung verbreitet. Mirjam Kristensen erzählt in ihrem neuen Roman „Ein Nachmittag im Herbst“ von Rakel, deren Mann während eines Museumsbesuchs spurlos verschwindet. Stevan Paul liest aus seinem im September erscheinenden Erzählungsband „Monsieur, der Hummer und ich“. Moderation: Daniel Beskos (mairisch Verlag) und Sirkka Klöpper-Mauermann, dt. Text: Stephan Benson.

Mit freundlicher Unterstützung des Königlich Norwegischen Generalkonsulats und NORLA. In Kooperation mit dem mairisch Verlag

18. Juni, 21 Uhr, Kulturhaus III&70, Schulterblatt 73, Eintritt 6/4 (Karten an der Abendkasse)

Links: www.altonale.de

SOMMERPAUSE

KAFFEE.SATZ.LESEN verabschiedet sich in die Sommerpause.

Das nächste KAFFEE.SATZ.LESEN gibt es im September 2009.

„Alles neu“ - KAFFEE.SATZ.LESEN 57 im März

Gleich vier literarische Neuerscheinungen werden diesmal bei KAFFEE.SATZ.LESEN, dem Hamburger Salon für neue Literatur, vorgestellt. Der vielfach ausgezeichnete Hamburger Schriftsteller Stefan Beuse liest aus seinem neuen Roman „Allles was Du siehst“, einer spannenden Erzählung um Identität, Realität und Wahrheit. Auf der Suche nach Wahrheit ist auch der Protagonist in Michael Weins neuem Roman „Delfinarium“, einer berührenden Geschichte aus dem Alten Land. Neue Abenteuer erlebt Herr Holm, der schrullige Held der hochkomischen „Trilogie des modernen Mannes“ von Matthias Keidtel im neuen, zweiten Band „Das Leben geht weiter“. Nils Mohl begeisterte eben erst mit seinem Roman „Kasse 53“, jetzt legt der zweimalige Träger des Hamburger Literaturförderpreises (zuletzt 2008) einen Erzählband nach; “Ich wäre tendenziell für ein Happy End” ist im Februar erschienen. Musikalischer Gast ist Manfred Maurenbrecher. Der legendäre Berliner Sänger, Musiker und Autor hat neue und alte Lieder im Gepäck.

Informationen zu den Gästen im März:

Stefan Beuse

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Foto:Diana Fabbricatore

Stefan Beuse ist 1967 geboren und lebt in Hamburg. Er veröffentlichte mehrere Romane sowie eine “Gebrauchsanweisung für Hamburg”. Sein neuer Roman “Alles was du siehst” ist soeben im Verlag C.H. Beck erschienen. Stefan Beuses Werk wurde vielfach gewürdigt, u.a. gewann er den Preis des Landes Kärnten beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt 1999 und den Hamburger Förderpreis für Literatur 1998 und 2006. Im Frühjahr 2005 war er Poet in Residence an der Cornell University in Ithaca, New York, und Gastdozent für deutschsprachige Gegenwartsliteratur. 2006 gewann er zusammen mit Till Endemann den Magnolia Award in Shanghai für das beste Drehbuch (Verfilmung des Romans “Kometen”).

»Kafka reloaded: Ein intelligentes, spannendes und bildgewaltiges Spiel um Identität.«
Carsten Schrader, kulturnews

»Jeder, der dieses soghafte Buch liest, wird es anders lesen.«
Claudia Voigt, KulturSpiegel, Februar 2009

»Eleganter kann man den Boden unter den Füßen nicht verlieren.«
Wieland Freund

www.stefanbeuse.de

Manfred Maurenbrecher

maurenbrecher
Foto:privat

Manfred Maurenbrecher wurde 1950 in Berlin geboren, er ist Musiker, Sänger, Theater- und Drehbuchautor und hat bislang 15 eigene Alben veröffentlicht, sowie an zahlreichen Band- und Bühnenprojekten mitgewirkt, u.a. beim Berliner „Mittwochsfazit“. Er schrieb Songtexte für Spliff, Hermann van Veen, Ulla Meinecke und viele andere. Der Schriftsteller Jakob Hein hat das Phänomen Maurenbrecher einmal so beschrieben: „Manfred Maurenbrecher ist ein Gigant. […] Wir reden hier von einem nicht übermäßig sportlichen Mann, der einen der weitesten Langstreckenläufe in der Geschichte des deutschen Liedes unternimmt, ohne dass ein Ende abzusehen wäre. Hinter der Ziellinie, wenn das Rennen vorbei ist, über die Jahre gerechnet, die glücklichen Herzen zusammengenommen, den Faktor Charakter gebührend hineingerechnet, ist Manfred Maurenbrecher bestimmt der berühmteste Künstler unserer Zeit. Vollkommen frappiert, gänzlich überwältigt und ehrfürchtig erstarrt stehen wir vor dem Liederberg, den dieser Mann mit achtlosen Händen in der Landschaft auftürmt.“

www.maurenbrecher.com

Matthias Keidtel

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Foto: Stefanie Ericke-Keidtel

Matthias Keidtel wurde 1967 in Itzehoe / Schleswig-Holstein geboren und wuchs u.a. in Persien und Japan auf. Er studierte ab 1991 Geschichte und Germanistik an der Freien Universität Berlin. Während eines mehrmonatigen New York-Aufenthalts schrieb er seinen ersten Roman, der wenig später bei einem kleinen Verlag erschien und ihm erstmals Lesungen vor einem größeren Publikum ermöglichte, u. a. auf der Leipziger Buchmesse und im Hamburger Literaturhaus. Beschloss 1998, die Literatur zur Chefsache zu machen und schrieb fortan professionell. Jetzt ist der lang erwartete Nachfolger seines Erfolgsromans “Ein Mann wie Holm” erschienen. Unter dem passenden Namen “Das Leben geht weiter” (Manhattan Verlag) erlebt Felix Holm, der etwas skurrile, aber liebenswerte Held, sein bisher größtes Abenteuer. Fragen über Fragen: Was wird aus Holm, nachdem sein Projekt, sich auf dieser Welt häuslich einzurichten, vorerst gescheitert ist? Was hat es mit Reinhard Mey auf sich? In welche Abenteuer stürzt Holm sich jetzt? Und da wäre noch die Frau aus dem Stripteaseclub, in die Holm sich verliebt. Ob das wohl gut gehen kann?

www.keidtel.de

Michael Weins

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Foto: Tanja Bächlein

1971 geboren, lebt Weins als Autor und Psychologe in Hamburg. Mitbegründer der Literaturclubs Machtclub und Schischischo. 2001 erschien sein Kurzgeschichtenband „Feucht“, 2002 sein Roman „Goldener Reiter“. Förderpreis für Literatur der Freien und Hansestadt Hamburg 2000 und 2005. Michael Weins stellt seinen neuen Roman „Delfinarium“ vor, der am 1. April im Hamburger mairisch Verlag erscheint. Michael Weins schreibt reduziert und mit trockenem Humor und dabei so prägnant, wie ein Zeichner Striche setzt: Eine berührende Geschichte aus dem Alten Land, jenem fast schon mystischen Streifen entlang der Elbe.

www.michaelweins.de

Nils Mohl

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Foto: a.mo

Nils Mohl wurde 1971 geboren. Er lebt mit seiner Familie in Hamburg und arbeitet als Werbetexter und Dozent. Für seine Kurzgeschichten wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet, u. a. zweimal beim MDR-Literaturpreis sowie ebenfalls zweimal mit dem Literaturförderpreis der Stadt Hamburg. Zuletzt erschien der Roman “Kasse 53″ (Achilla Presse). Und aktuell die Story-Sammlung “Ich wäre tendenziell für ein Happy End” (Plöttner Verlag).
www.nilsmohl.de und www.happyendstorys.de

redereihamburg e.V. präsentiert:

KAFFEE.SATZ.LESEN 57 im März

„Alles neu“

mit

Manfred Maurenbrecher | Stefan Beuse | Matthias Keidtel |
Michael Weins | Nils Mohl |

Sonntag, 29. März 2009,
16:00 Uhr, Baderanstalt, Hammer Steindamm 62
neben S-Bahnhof Hasselbrook
im Hinterhof, 5. Stock.
Einlass 15:00 Uhr / Beginn 16:00 Uhr

Weitere Informationen zur Lesereihe finden Sie im Internet unter:

www.redereihamburg.de

Kaffee.Satz.Lesen@TUBUK.

KAFFEE.SATZ.LESEN Flickr-Group

KAFFEE.SATZ.LESEN 56 im Februar - Heimat


Flyer:Stil.3

Die musikalische Heimat des Künstlers Nils Koppruch (SAM.) ist die Folkmusik, ist Country, Jazz und Blues mit deutschsprachigen Texten, seit vielen Jahren und auf sieben Alben mit der Hamburger Band Fink. Jetzt ist er mit seinem Soloalbum „Den Teufel tun“ musikalischer Gast bei KAFFEE.SATZ.LESEN. Der Hamburger Kabarettist und Historiker Sebastian Schnoy nähert sich in seinem neuen Buch „Smörrebröd in Napoli“ der Heimatfrage mit einem Blick auf Europa, auf „die“ und „uns“, ein vergnüglicher Europa-Crahskurs, ironisch, schräg und treffend. Von unterdrückten Emotionen, Liebe und Hass, Macht und Vergangenheitsbewältigung handelt Gunter Gerlachs aktueller, bitterböser Roman „Jäger des Alphabets“, der eindrücklich beschreibt, dass Familie oft eher Hölle als Heimat ist. Die Heimat des Lyrikers Rainer Stolz ist Hamburg, er lebt und arbeitet in Berlin und stellt seinen Gedichtband „Während mich die Stadt erfindet“ vor, eine Stadt, die überall sein kann. Katrin Seddig wiederum hat ihre Wurzeln in Brandenburg, ist in Hamburg zuhause und hat hier 2008 einen Literaturförderpreis gewonnen.

Informationen zu den Gästen im Februar:

Nils Koppruch

lebt und arbeitet als Musiker und freischaffender Künstler in Hamburg.
Von 1996 bis zur Auflösung 2005 war er Songschreiber, Texter und Sänger der Hamburger Band Fink. Sieben Alben veröffentlichte er mit Fink, dazu diverse Samplerbeiträge, Beiträge für Filmproduktionen und 2007 sein erstes Solo-Albums „Den Teufel tun“. Unter dem Pseudonym SAM. war Nils Koppruch Mitbetreiber verschiedener Ausstellungsräume und mit circa 100 Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz und Österreich zählt er zu einem der erfolgreichsten Künstler der so genannten
U-Kunst– oder Off–Kunstszene.

DPA:
„ …., der Songwriter Koppruch legt sein erstes Soloalbum vor. Und überzeugt auf der ganzen Linie. „Den Teufel tun“ ist ein rarer Lichtblick im Allerlei deutscher Popmusik, unsentimentaler Folk imprägniert mit Großstadtblues. Gibt es sonst gar nicht, ganz eigene Mischung.“

http://www.nilskoppruch.de/

Sebastian Schnoy

Sebastian Schnoy studierte Geschichte an der Uni Hamburg und ist Deutschlands unterhaltsamster Historiker. Der mit sechs Kulturpreisen ausgezeichnete Kabarettist beweist in seinem neuen Buch „Smörrebröd in Napoli“ (rororo): „Nichts ist spannender als unsere Geschichte. Liebe, Hass, Verbrechen; Europas Geschichte ist das ideale Drehbuch für ein Hollywood-Drama“. Höchst komisch und lehrreich erklärt Sebastian Schnoy die Geschichte und die Macken der europäischen Völker und ihr ganz spezielles Verhältnis zu Deutschland, vereint spannendes Wissen, für das man sonst ein ganzes Geschichtsstudium benötigt.

http://www.sebastianschnoy.de/

Gunter Gerlach

geboren 1941 in Leipzig, studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Er schreibt Hörspiele, Rundfunkserien, Kurzprosa und Krimis. Für seine literarischen Veröffentlichungen wurde er 1992 mit dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet, 2003 und 2005 erhielt Gunter Gerlach den Friedrich-Glauser-Preis für Kurzgeschichten. Im Krimi-Genre debütierte Gerlach mit dem Roman »Kortison« (1994), für den er 1995 den Deutschen Krimipreis erhielt. Eher komische Tragödie als Krimi ist Gerlachs neuer Roman „Jäger des Alphabets“ (Rotbuch 2008). Die Suche nach der Geliebten führt den Schriftendesigner Gordon Paulson auf die Spur seiner eigenen Familiengeschichte. Der unerklärliche Reichtum des Großvaters überdeckt die zerrütteten Verhältnisse, gekennzeichnet durch Verrat und Täuschung. Den Familienmitgliedern ist eine Sache gemein: Sie alle scheinen diesen Patriarchen zu hassen. Während die düstere Vergangenheit nach und nach ans Tageslicht tritt, steht für Gordon fest: Großvater muss sterben.

http://www.gunter-gerlach.de/

Rainer Stolz


Foto:Kerstin Rabenstein

ist 1966 in Hamburg geboren, nach seiner Ausbildung zum Verlagskaufmann und dem Studium der Soziologie, Psychologie, Philosophie und Pädagogik arbeitet er seit 2003 als freier Autor mit den Schwerpunkten Lyrik, Sprachspiel, Aphorismen und Essays. 1997 gemeinsam mit Lars-Arvid Brischke und Stephan Gürtler Gründung des Lyrikkreises „Die Freuden des jungen Konverters“, der zu einem Forum der Berliner Nachwuchslyrik wurde und bis 2004 bestand. 2003 ging aus diesem Kreis die Anthologie „Feuer, bitte! Berliner Gedichte über die Liebe“ hervor, herausgegeben mit Stephan Gürtler in der dahlemer verlagsanstalt. Er gründete die „Lyrik Lounge“ im Berliner Stadtmagazin „tip“. Zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt den Gedichtband „Während mich die Stadt erfindet“, der 2007 im Berliner Elfenbeinverlag erschien.

http://www.rainerstolz.de/

Katrin Seddig

1969 geboren, wuchs in einem kleinen Haus mitten im Wald in Brandenburg auf. Sie studierte einige Semester Philosophie in Hamburg, wo sie auch heute noch lebt, ist Mutter von zwei Kindern und schreibt, was das Zeug hält. Gunter Gerlach sagt über sie: „Sie schreibt Geschichten, da erblassen wir anderen Autoren vor Neid.“ 2008 erhielt sie den Hamburger Förderpreis für Literatur und im nächsten Jahr erscheint Ihr erster Roman bei Rowohlt.

redereihamburg e.V. präsentiert:

KAFFEE.SATZ.LESEN 56 im Februar

„Heimat“

mit

Nils Koppruch | Sebastian Schnoy | Gunter Gerlach |
Rainer Stolz | Katrin Seddig |

Sonntag, 22. Februar 2009,
16:00 Uhr, Baderanstalt, Hammer Steindamm 62
neben S-Bahnhof Hasselbrook
im Hinterhof, 5. Stock.
Einlass 15:00 Uhr / Beginn 16:00 Uhr

KAFFEE.SATZ.LESEN Flickr-Group

Neu: Nil Mohl, Ich wäre tendenziell für ein Happy Ende


© Anna Werr

Nils Mohl begeisterte eben erst mit seinem Roman „Kasse 53“, jetzt legt der zweimalige Träger des Hamburger Literaturförderpreises (zuletzt 2008) einen Erzählband nach; “Ich wäre tendenziell für ein Happy End” ist jetzt im Plöttner Verlag erschienen.

www.happyendstorys.de

Jetzt schon vormerken: Nils Mohl wir sein neues Buch im März (Sonntag, 29. März 2009,
16:00 Uhr) bei KAFFFEE.SATZ.LESEN 57 vorstellen.

www.nilsmohl.de

KAFFEE.SATZ.LESEN 55 im Januar „Mischungsverhältnis“

Die Mischung macht’s! Bei KAFFEE.SATZ.LESEN, dem Hamburger Sonntagssalon für neue Literatur, treffen sich auch in diesem Jahr wieder  Erzähler, Dichter, Poeten und deutschsprachige Musiker, neue Talente und etablierte Autoren auf der Bühne der redereihamburg e.V.

Zum Jahresauftakt kommt Hellmuth Opitz aus Bielefeld in die Baderanstalt. Der preisgekrönte Dichter und Autor versteht es, seine komische und kluge Lyrik zum Live-Erlebnis zu machen. Der Musiker, Komponist und Autor Reverend Ch. Dabeler stellt den gemeinsam mit Almut Klotz verfassten Roman „Tamara und Konsorten“ vor, ein amüsant-anarchisches Buch über nicht ganz normale Leute. Der Hamburger Schauspieler und Autor Torsten M. Krogh war 2008 am Theater der Jugend in Wien engagiert, er wird einige der dort entstandenen Texte von Kaffeehäusern und Wiener Nächten lesen. Daniela Chmelik debütierte im vergangenen Herbst als Autorin beim „perlen vor die säue“-Wettbewerb im Hamburger Literaturhaus und stellt bei KAFFEE.SATZ.LESEN neue Texte vor. Musikalischer Gast ist Regy Clasen, deren Auftritt im September wegen Krankheit abgesagt werden musste. Wir freuen uns auf die Hamburger Sängerin, Musikerin und Komponistin, die mit ihrem warmen Soul schon auf zwei Alben und einer Live-DVD begeisterte.

redereihamburg e.V. präsentiert:

KAFFEE.SATZ.LESEN 55 im Januar

„Mischungsverhältnis“

mit

Regy Clasen | Daniela Chmelik | Hellmuth Opitz |
Reverend Ch. Dabeler | Torsten M. Krogh

Sonntag, 25. Januar 2009,
16:00 Uhr, Baderanstalt, Hammer Steindamm 62
neben S-Bahnhof Hasselbrook
im Hinterhof, 5. Stock.
Einlass 15:00 Uhr

Informationen zu den Gästen im Januar:

Hellmuth Opitz

geboren 1959 in Bielefeld. Bassist, Gitarrist und Sänger in verschiedenen Rock- und Folkrockbands. Er studierte Germanistik und Philosophie in Münster, war anschließend Musikredakteur, später Chefredakteur des Bielefelder Stadtmagazins TIPS. Daneben Tätigkeit als freier Journalist für überregionale Musik-Magazine wie „Musikexpress“ und „Rolling Stone“. Musik- und Poetik-Essays sowie Polemiken über „Popmusik & Werbung” „Deutschrock”, „Muzak“, „Kalenderpoesie“. Es folgten mehrere Aufenthalte in London, Amsterdam und New York. Ab 1991 Texter in einer Werbeagentur, seit 1998 dort als Creative Director und Geschäftsführer tätig. Seit 1982 regelmäßige Veröffentlichungen von Lyrik- und Prosabänden sowie Hörbüchern. Im Jahre 2000 Gewinner der Münsteraner Literaturmeisterschaft. Außerdem Gewinner mehrerer Poetry Slams in Bielefeld, Bonn und Düsseldorf.

„Wahrhaft skurrile Gedichte, welche die Zuhörer prächtig amüsierten. Einige mussten sich sogar mit Taschentüchern die Lachtränen aus den Augen wischen.“
Britta Havlicek | „Kölner Stadtanzeiger“

hellmuth-opitz.de

Reverend Ch. Dabeler

Rev. Christian Dabeler, 1965 in Hamburg geboren, arbeitete unter anderem mit Rocko Schamoni, mit dem er die Drehbücher zu den Filmen Rollo Aller! 1, 2 und 4 schrieb (und in den Filmen eine Hauptrolle spielte). Daneben arbeitete er mit der Band Nationalgalerie und tourte mit Robert Forster von den Go-Betweens. Seit 1999 komponiert er Theatermusik, vertonte u.a. Rainald Goetz’ Stück „Jeff Koons“ (Deutsches Theater Berlin, 2004) und arbeitet als Bandmusiker und Songautor u.a. für Dieter Thomas Kuhn. 2005 erschien sein erster zusammen mit Almut Klotz verfasster Roman „Aus dem Leben des Manuel Zorn“. Aktuell tritt er zusammen mit Almut Klotz als Popduo Klotz+Dabeler auf, und im vergangenen Herbst erschien im Ventil Verlag ihr zweiter gemeinsam geschriebener Roman „Tamara und  Konsorten“.

klotzdabeler/myspace

Torsten M. Krogh


Foto: HamburgerJung

lebt in Hamburg und arbeitet als Schauspieler. Er spielte den Dr. Treves in der 2008 mit dem Rolf-Mares-Preis ausgezeichneten Inszenierung „Der Elefantenmensch” in der Kategorie: außergewöhnliche Inszenierung, Regie: Gil Mehmert. Im vergangenen Jahr war er in Wien am Theater der Jugend engagiert. Aus dieser Wiener Zeit wird Torsten M. Krogh einige Texte lesen. Von Kaffeehäusern und Fiakern, von KollegInnen und Wiener Nächten.

Daniela Chmelik

geboren 1980 in Hamburg, studierte Literaturwissenschaft und Geschichte, debütierte als Autorin beim „perlen vor die säue“- Wettbewerb im hiesigen Literaturhaus im diesigen Herbst. Ihre Themen sind die innere Haltlosigkeit des Menschen, Anton Tschechow und der rostige Nagel, an dem alles hängt. Außerdem interessiert sie sich für die erfolglose Senioren-Fußballmannschaft ihres Vaters und die Trotzdem-Kiste Bier nach dem Spiel, für blutige Knie als Folge von Fouls auf Grandplätzen, für Charles Bukowski, Kampfsport und Computerspiele, bei denen man Zombies abknallt. Nach erfolgreich beendetem Studium ist Daniela Chmelik zur Zeit wenig aufrichtig auf Arbeitssuche, schreibt aber artig zwölf Bewerbungen monatlich, will eigentlich promovieren, und zwar zur alternativen Kultur bzw. Untergrundliteratur in der späten Sowjetunion. Vor lauter alternativen Plänen kommt sie aber zu nichts. Sie jobbt nebenher in einer Behinderteneinrichtung und ist Mitarbeiterin beim mehrfach preisgekrönten Ohrenkuss, dem Magazin von Menschen mit Down-Syndrom. Und ganz eigentlich will sie schreiben und reüssieren. Dann gibt es vielleicht demnächst den Plan eines Romans.

Regy Clasen

Die Sängerin wurde 1971 in Hamburg geboren. 2000 produzierte sie mit „So nah“ ihr erstes eigenes Album. Längst ist sie kein Geheimtipp mehr, mit ihrer warmen Stimme, den intelligenten Texten und einer an Rhythm ’n’ Blues und Soul angelehnten Musik. 2004 folgte ihr zweites Album „Wie tief ist das Wasser“ und 2006 die Live-DVD „Regy Clasen Live im Schmidt-Theater“. 2005 beteiligte sie sich mit dem Song „Heimlich zur Nacht“ an dem Projektalbum „Ich träume so leise von Dir“ mit Texten der Dichterin Else Lasker-Schüler. Neben Auftritten mit ihrer eigenen Band singt sie im Background von Stefan Gwildis und arbeitet mit anderen Musikern wie Bernd Begemann zusammen. Regy Clasen wird für Kaffee.Satz.Lesen ein Unplugged-Set am Klavier spielen.

regyclasen.de

Ab dem 27.12.08: Guy Helminger bloggt aus dem Jemen

Guy Helminger stellte im Januar seinen Roman „Morgen war schon“ beim 46sten KAFFEE.SATZ.LESEN vor. Der luxemburgische Schriftsteller Guy Helminger gehört für mich zu den besten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. Meisterhaft versteht er es den komischen Momenten des Lebens Tiefe und der Tragik Leichtigkeit zu verleihen, schreibt kühn, jongliert mit Wortspielen und Metaphern, ist dabei nie künstlich oder angestrengt.

Der vielfach preisgekrönte Autor war 2006 Stadtschreiber in Hyderabad (Indien) und besuchte 2007 im Rahmen des Projektes „Westöstlicher Diwan“ Teheran. Zu beiden Reisen schrieb Helminger hochinteressante, aufschlussreiche und sehr lesenswerte Onlinetagebücher:

Guy Helminger in Hyderabad

Guy Helminger in Teheran

Jetzt fährt Helminger auf Einladung des Deutschen Hauses am 27. Dezember nach Sana’a (Jemen). Auch diesmal wird es ein Blog geben und Sie können vom Schreibtisch aus mitreisen:

Guy Helminger im Jemen